gestern habe ich mit schrecken in der berliner zeitung gelesen, dass claudia roth für die zukunft auch auf bundesebene schwarz-grün nicht mehr ausschließen will. man wolle sich nicht in eine koalitionsecke drängen lassen mit der spd. sich offen zeigen für neue modelle, ähnlich des kürzlich eingeschlagenen weges der saarländischen grünen. eine öffnung zur mitte soll damit erreicht werden.
und ganz ehrlich, ich verstehs nicht. da stellt am gleichen tag die schwarz-gelbe pest ihren koalitionsvertrag vor, der eine weitere verschuldung vorsieht, die geringverdiener immer weiter in den strudel herabzieht und darüber hinaus die verlängerung der akw-zeiten beabsichtigt. und gerade da öffnen sich die grünen für eine koalition mit der cdu? das kann einfach nicht wahr sein und zeigt im grunde genommen doch nur, dass politik dann doch irgendwie das gewissen zerstört. statt sich auf das zu besinnen, woraus man entstanden ist und sich dem klientel zu verschreiben, das einen größer hat werden lassen, möchte man sich stattdessen mehr stimmen und damit mehr macht sichern. die zeiten, wo ich meine stimme grün geschenkt habe, weil die schwarz-gelben unwählbar, die roten einfach nur lächerlich und die linken zu oskaresk waren, sind damit vorbei. möglicherweise zeigen die nächsten landtagswahlen schon, ob diese aussage besonders klug war.
ich bin konsterniert und vor allem enttäuscht. gut, dass bis zur nächsten wahl 4 jahren vergehen, in denen hoffentlich auch die zu leiden haben, die das wahlergebnis und diese regierung möglich gemacht haben.








