mein diesjähriges last-minute-geschenk für meinen papa, das ich heute früh noch aufgelesen hatte, war tatsächlich und völlig unverhofft ein voller erfolg. zumindest kann ich es nicht anders werten, wenn er den ganzen abend darin blättert und auch gleich die dazugehörigen cds abspielen will. mein papa interessiert sich tatsächlich für bildbände und kunst. und darüber war er sich noch gar nicht so richtig im klaren. ich finde es ganz fantastisch, dass es mir gelungen ist, ihm eine freude zu machen. meine mama hat sich über ihr geschenk auch sehr gefreut, aber da es ihr höchsteigener wunsch war das zu bekommen, was ich ihr geschenkt habe, ist das auch nicht weiter verwunderlich. andernfalls wäre es zumindest mal äußert merkwürdig.
meine neue kleine anlage ist der hammer. super klang und richtig kompakt, so dass im regal nicht viel platz verloren geht. trotzdem hat sie jetzt erstmal wieder den weg zurück in ihre verpackung gefunden, weil ich sie so besser umziehen kann. und das ist momentan das schlagende argument für alles.
auf dem heimweg grübelte ich noch ein wenig über geschenke nach, die ich in der vergangenheit gemacht oder bekommen habe. und dabei sind mir zwei dinge wieder eingefallen. als ich etwa 5 jahre alt war und noch nicht jahre im voraus für weihnachtsgeschenke plante (;)), ging ich am vorabend von weihnachten relativ planlos in die küche meiner oma, um mich inspirieren zu lassen oder anders: um dort etwas zu klauen, was ich meinen eltern schenken könnte. auf den ersten blick ergab sich nichts, also öffnete ich die besteckschublade. dort fand ich einen flaschenöffner (perfekt für papa) und ein ding, mit dem man löcher in konservendeckel stechen kann (gut für mama). die nahm ich dann an mich und hab sie in meinem zimmer noch in geschenkpapier verpackt. und am nächsten abend lagen sie dann unterm weihnachtsbaum.
ein anderes mal besuchten wir die oma mütterlicherseits. es waren noch einige wochen bis weihnachten und ich öffnete den küchenschrank, um mir ein glas herauszunehmen. ich war mittlerweile etwa 12 jahre alt. im schrank bei den gläsern lagen zwei cds, die mit einem gummiband zusammengehalten wurden. außerdem klebte daran ein zettel mit meinem namen darauf. daraufhin sagte ich zu meiner oma: “ich hab gerade meine weihnachtsgeschenke gefunden”. meine oma nahm die beiden cds ohne mit der wimper zu zucken an sich und meinte, die wären gar nicht für mich, sondern für eine andere semmy. aber in die augen schauen konnte sie mir dabei auch nicht…



